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Sendung am 27.07.2010:
1992 sangen die deutschen Hiphop-Pioniere "Advanced Chemistry" ihren Hit "Fremd im eigenen Land" und thematisierten mit viel Frust ihre Identität als Deutsche ausländischer Herkunft. Inzwischen sind mehrere Generationen von Migranten hier verwurzelt, manche bewusst in einer Parallelgesellschaft, andere erfolgreich und unauffällig im Mainstream, viele aber weiterhin ohne qualifizierte Schul- und Berufsausbildung, ohne Chance auf Integration auf dem Arbeitsmarkt.
In "leben!" diskutiert Moderator Jon Christoph Berndt mit Frederik Hahn (aka Torch), Sineb El Masrar (Herausgeberin von "Gazelle - Das multikulturelle Frauenmagazin"), Pavo Pejic ("Pussykiller") und Nilgün Tasman ("Ich träume deutsch") darüber, was in den letzten 18 Jahren für junge Migranten in Deutschland anders, besser oder schlechter geworden ist. Außerdem wird die Frage beantwortet, was gesellschaftliche Durchstarter auszeichnet und warum für viele andere der soziale Aufstieg nur eine unerfüllte Sehnsucht bleibt.
Gäste im Studio:
MC Torch (Frederik Hahn), deutscher Hip-Hop-Pionier, erregte mit seinem Hit „Fremd im eigenen Land“ 1992 große Aufmerksamkeit
Nilgün Tasman, Diplompsychologin und Autorin ("Ich träume deutsch“), kam im Alter von sechs Monaten mit ihren Eltern nach Deutschland
Sineb El Masrar, Tochter marokkanischer Einwanderer, Herausgeberin von "Gazelle" die einzige deutsche Frauenzeitschrift für Migrantinnen
Pavo Pejic, deutschsprachiger Schriftsteller kroatischer Herkunft. "Pussykiller" ist sein Romandebüt
Nazil Tuerkoglu, Lehrerin an einer Montessori-Grundschule
Buchtipps:
27.05.2012 | 17:00 Uhr
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